Van Eck Phreaking – und mögliche Schutzmaßnahmen

Denkt man an die Sicherheit von IT-Systemen, werden unmittelbar die Systeme selber sowie alle Schnittstellen zu diesen für Sicherheitsanalysen in Betracht gezogen. Dass ein Gerät auch im Betrieb messbare Auswirkungen auf die Umwelt bzw. umliegende Systeme hat, und diese Auswirkung für einen Angreifer nützlich sein könnten, wird oft nicht beachtet oder für irrelevant erklärt. Dabei existieren einige Seitenkanalattacken, welche auch ohne teures Equipment oder Expertise auf hohem Niveau durchführbar sind. Eine solche Attacke nennt sich Van Eck Phreaking, welche 1985 durch Hr. Wim Van Eck publiziert, aber früher schon durch verschiedenste Nachrichtendienste und Militärs ausgenutzt wurde. (Quelle: https://www.risknet.de/themen/risknews/van-eck-phreaking-elektronische-wirtschafts-spionage/) Salopp gesagt geht es beim Van Eck Phreaking darum, dass stromdurchflossene Bauteile elektromagnetische Wellen erzeugen, auch wenn diese nicht zur Wellenerzeugung eingesetzt…
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Physikalisch Unklonbare Funktionen (PUFs)

Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts haben sich Physikalisch Unklonbare Funktionen (PUFs) (https://de.wikipedia.org/wiki/Physical_unclonable_function) als immer wichtigerer Bestandteil auf dem Gebiet der Kryptographie und der Authentifizierung etabliert. Diese sind Halbleiter, welche dazu verwendet werden, eine eindeutige Identifikation von Hardware zu ermöglichen oder kryptografische Schlüssel zu sichern. Wie der Name schon vermuten lässt, können diese Hardwareelemente zwar rein theoretisch aber in der Praxis unmöglich kopiert bzw. vervielfältigt werden. Dies macht solche perfekt zur eindeutigen Identifizierung von Hardwareelementen. Wie dies möglich ist, soll folgendes Beispiel veranschaulichen: Schüttet man ein Quarzsand-Kleber-Gemisch in mehrere identische vorgefertigte Formen und brennt diese aus, erhält man mehrere scheinbar identische Quarzsandrohlinge. Beschießt man diese nun mit Photonen, werden anhand der Sandkornorientierungen, die Lichtstrahlen in viele unterschiedliche Richtungen reflektiert. Fängt man…
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Sicherheit von Medizingeräten – Ein Ausblick in die Zukunft

Bei der Frage wie neuartige medizinische Geräte vor Hackerangriffen geschützt werden können, stehen viele Firmen vor einem Rätsel. Bis dato gibt es in Deutschland bzw. in der gesamten EU keine eindeutige, verpflichtende Vorgabe, wie diese wichtigen Geräte zu schützen sind oder getestet werden müssen, um mögliche Angriffe zu vermeiden. Man mag denken, dass in Deutschland, im Land der Bürokratie, solche Richtlinien seit langem existieren. Ein Irrtum! – So existiert zwar eine EU-Verordnung (MDR – Medical Device Regulations), welche speziell für Medizingeräte Details vorschreibt, jedoch ist der Absatz in dieser Verordnung bezüglich der Sicherheit in der IT nur sehr kurz und wenig aussagekräftig verfasst. (Quelle: https://www.medical-device-regulation.eu) Diese sehr vage formulierten Paragraphen lassen natürlich nahezu jeden Spielraum zu, wenn es darum geht,…
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Angriff auf den Medizinsektor – Ein lukratives Geschäft

Hackerangriffe auf den Medizinsektor haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Mittlerweile ist die Medizinbranche eines der beliebtesten Ziele solcher Angriffe. Abbildung 1: Top 6 Most Breached Industries / Quelle: https://www.varonis.com/blog/hacker-motives/ Abgerufen am 19.03.2020 Um zu verstehen, warum der Medizinsektor ein so beliebtes Ziel ist, muss die Motivation und aktuelle Vorgehensweisen der Angreifer betrachtet werden. Dabei unterscheidet sich das Bild eines modernen Hackers deutlich von dem Stigma eines pickligen Nerds, der in seinem Kinderzimmer im Elternhaus, das Facebook-Passwort seiner Lehrerin knacken möchte. Hackerangriffe und der entsprechende Schutz sind heute eine milliardenschwere Industrie, die weit über den Verkauf von personenbezogenen Daten hinaus geht. Das beliebteste und lukrativste Angriffsszenario von Hackerorganisationen ist aktuell das Eindringen in die Firmen-IT-Infrastruktur mit dem Ziel interne…
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IT-Sicherheits-Überprüfungen – welche gibt es und welche ist die Richtige für mich?

Im Bereich IT-Sicherheit gibt es viele verschiedene Test-Arten. Dies kann für Unternehmen, die sich gegen Hacker-Angriffe und andere Sicherheitsrisiken absichern wollen, mitunter verwirrend sein. Daher möchten wir von der NSIDE Ihnen in diesem Blog-Post einen Überblick über die verschiedenen IT-Sicherheits-Tests, die es gibt, bieten. Ferner gehen wir auf die Fragen ein, wer welche Tests durchführen sollte, und wofür. Grob gibt es drei größere Klassen an Überprüfungen, die sich wiederum weiter aufteilen. Diese drei großen Testklassen sind Scans, Tests und Audits. Scans Scans sind vollautomatische Sicherheitsüberprüfungen. Sie prüfen - auf Grund ihrer Automatisierung - fast immer nur auf technische Sicherheitsprobleme: das Vorhandensein gewisser technischer Sicherheitsmaßnahmen oder Schwachstellen. Ihr Vorteil ist, dass sie sehr effizient sind - aber auch weniger effektiv als…
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Purple Team statt Red Team: Effizientes Maximieren der eigenen Verteidigungsstärke

In der offensiven IT-Sicherheit gibt es verschiedene Test-Typen: Neben den altbekannten Penetrationstests und Red Team Assessments etablieren sich seit einiger Zeit auch Purple Team Assessments. Bevor wir Purple Team Assessments vorstellen können, gehen wir nochmal kurz auf Red Team Assessments ein. Wiederholung: Penetrationstests und Red Team Assessments Sie kennen wahrscheinlich Penetrationstests: Dies sind technische Sicherheitsüberprüfungen auf einzelne Systeme, Anwendungen oder Netzwerke. Bei Red Team Assessments handelt es sich hingegen um vollumfängliche (d.h. nicht nur technische) und realistische Angriffssimulationen gegen Unternehmen als Ganze mit allen Mitteln der Kunst. Bei Red Team Assessments findet und schließt man Wege, die ein professioneller Angreifer nutzen würde, um verschiedene hochschädliche Aktionen gegen das Zielunternehmen durchzuführen. Hierzu gehören beispielsweise: das Stehlen von wichtigem geistigem Eigentum (wie…
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Hacker im Home Office in Zeiten von Corona (CoViD-19)

Dieser Tage überhäufen sich die Social Media Posts wegen Corona-Virus (CoViD-19 bzw. SARS-CoV-2) und Home Office. Wir bei der NSIDE haben uns gedacht: Da machen wir doch mit! Der Unterschied zu den vielen anderen Posts: Wir betrachten Home Office-Settings nicht aus Firmen- und Verteidiger-, sondern aus Angreifersicht. Die Ausgangslage Sie haben Ihre Mitarbeiter ins Home Office geschickt. Dort sitzen die Kollegen nun mit ihren Arbeitslaptops oder, im schlimmeren Fall, mit ihren Privatgeräten (privater PC oder Laptop, Smartphone oder Tablet) und greifen von daheim auf sensibelste Unternehmensdaten zu. Und da fängt der Spaß für die Angreifer schon an. Angriffe daheim Wenn Ihre Mitarbeiter von daheim auf Ihre Unternehmensressourcen zugreifen, haben Sie potentiell mehrere Probleme. Wenn Sie zum Beispiel nicht den gesamten…
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